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Dienstag, 25. August 2020, 18.30 Uhr  | Moers

Wenn zufällig ausgewählte Menschen Demokratie gestalten

Das Modell Bürgerrat

In Kooperation mit dem „W - Zentrum für urbanes Zusammenleben“

Im Modell-Projekt „Bürgerrat Demokratie“ haben per Losverfahren ermittelte
Bürgerinnen und Bürger Empfehlungen zur Stärkung und Weiterentwicklung
unserer Demokratie erarbeitet. Zwei Teilnehmerinnen aus Dortmund berichten
über ihre Erfahrungen.

Referentinnen: Susanne Dirkner und Petra Koronowski

Wenn zufällig ausgewählte Menschen Demokratie gestalten – das Modell Bürgerrat

Mehr Demokratie e.V. und die Schöpflin Stiftung haben gemeinsam mit den unabhängigen Prozessbegleitungs-Instituten nexus und IFOK einen Bürgerrat zum Thema Demokratie organisiert. Mit diesem für Deutschland bisher ein-maligen Modell-Projekt haben per Zufallsauswahl in einem Losverfahren ermittelte Menschen in enger Anbindung an die Politik Lösungen zur Stärkung und Weiterentwicklung unserer Demokratie erarbeitet.

Der „Bürgerrat Demokratie“ hat einen Querschnitt der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland - gerade auch mit Menschen, die sich sonst nicht im politischen Feld zu Hause fühlen - an einen Tisch gebracht: Was muss sich ändern, damit das Vertrauen in die Demokratie wieder wächst? Sollte die parlamentarisch-repräsentative Demokratie durch weitere Elemente ergänzt werden? In einem geschützten Raum konnten diese wichtigen Fragen diskutiert und konkrete Vorschläge erarbeitet werden.

Die Teilnehmenden bekamen durch Treffen mit Expertinnen und Experten alle notwendigen Informationen, so dass alle auf dem gleichen Wissensstand waren. Dafür wurden die unterschiedlichsten Menschen aus der Praxis, aus Politik und Wissenschaft, aus den Medien oder von Verbänden ausgewählt.

Die teilnehmenden, zufällig ausgewählten Bür-gerinnen und Bürger haben sich mit unterschiedlichen Meinungen zu möglichen Ergänzungen und Weiterentwicklungen der parlamentarischen Demokratie auseinandergesetzt.

Die Teilnehmenden des Bürgerrats trafen sich im September 2019 zweimal zwei Tage lang. Sie kamen als Plenum von rund 160 Menschen zusammen, erhielten alle notwendigen Informationen und debattierten dann in kleinen Grup-pen, zu denen weder die Fachleute, noch Medien oder Politik Zutritt hatten. Die Ergebnisse wurden schließlich wieder im Plenum zusammengetragen und abgeglichen.

Die Ergebnisse des Bürgerrats wurden in einem Bürgergutachten zusammengefasst. Am Tag für die Demokratie am 15. November 2019 wurde das Gutachten des Bürgerrats der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt, diskutiert und an den Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble übergeben.

Ein Erfolg: Der Ältestenrat des Deutschen Bundestages hat am 18. Juni 2020 einen losbasierten Bürgerrat beschlossen, der ein Gutachten zur Rolle Deutschlands in der Welt vorlegen soll. Mit diesen Empfehlungen sollen die Frak-tionen eine zusätzliche Grundlage haben, um politische und regulatorische Ideen und Programme weiter zu entwickeln.

Kann der Bürgerrat Demokratie ein Modell sein für mehr Bürgerbeteiligung und Partizipation auch auf kommunaler Ebene? Kann insbesondere das Losverfahren dazu beitragen, mehr Bürgerinnen und Bürger für die politische Teilhabe zu interessieren und zu gewinnen? Wie können Bürgerräte zu einem verbindlichen Instrument der politischen Gestaltung werden? Darüber berichten zwei Teilnehmerinnen am Bürgerrat Demokratie.

Das W – Zentrum für urbanes Zusammenleben

ist vor allem Eines: ein Raum des Miteinanders und der Begegnung. In Kooperation mit lokalen und regionalen Partnern finden hier Theaterinszenierungen, soziale Initiativen, Ausstellungen, Lesereihen, Konzerte, Diskussionsabende und unterschiedlichste Projekte einen Platz. Alle Veranstaltungen des W kreisen um die große Frage: Wie können wir zusammenleben?

Was bedeutet gutes Zusammenleben überhaupt? Was kann es für meinen Gegenüber bedeuten? Wie können wir Perspektiven von Menschen erfahren, die wir (noch) nicht kennen? Wie kommen wir gemeinsam ins Gespräch? Wie können wir zu-sammen Visionen entwerfen und aktiv werden?

Das W – Zentrum für urbanes Zusammenleben ist ein vom Schlosstheater Moers initiiertes und getragenes Projekt. Feste Kooperationspartner des W sind der SCI: Moers und die Hochschule Niederrhein in Krefeld. In enger Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und den Moerser Bürger*innen entstehen hier neue Perspektiven auf eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft.

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben? Besuchen Sie das W im Internet auf www.dasw.de und auf Facebook: www.facebook.com/daswmoers. Oder schauen Sie persönlich bei uns vorbei – mit unserem Café Z befinden wir uns mitten in der Moerser Innenstadt in der Passage des Wallzentrums. Sie sind herzlich willkommen!

Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat

Termin

Dienstag, 25. August 2020, 18.30 Uhr

Ort

Das W – Zentrum für urbanes Zusammenleben, Wallzentrum, Neuer Wall 2-4, 47441 Moers

Kontakt und Information

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Duisburg-Niederrhein, Am Burgacker 14-16, 47051 Duisburg, Tel: 0203 / 2951-3170, Fax: 0203 / 2951-4173, kda@kirche-duisburg.de

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