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Duisburg, 02.06.2021

Herzliche Einladung zu den Laboratorium Veranstaltungen im Juni

Ge­gen­steu­ern. Für eine neue Wirt­schafts­po­li­tik gegen Rechts – On­li­ne For­mat

Re­fe­rent: Gu­stav A. Horn, apl. Pro­fes­sor für VWL Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen, von 2005 bis 2019 wis­sen­schaft­li­cher Di­rek­tor des In­sti­tuts für Ma­kro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung (IMK) in der Hans-Böck­ler-Stif­tung, Mit­glied des SPD Par­tei­vor­stand, Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­po­li­ti­schen Bei­rats der SPD

Gu­stav A. Horn stellt sein ak­tu­el­les Buch „Ge­gen­steu­ern. Für eine neue Wirt­schafts­po­li­tik gegen Rechts“ vor. These des Au­tors ist, dass die Ent­fes­se­lung des Mark­tes, der Rück­zug des Staa­tes und die Ü­ber­be­to­nung von Ei­gen­ver­ant­wor­tung bei vie­len Men­schen das Ge­fühl hin­ter­las­sen haben, Opfer des ge­sell­schaft­li­chen Wan­dels zu sein – oder zu wer­den. Buch und Vor­trag han­deln davon, warum das die Men­schen emp­fäng­lich mache für die au­to­ri­tären Ver­spre­chun­gen der Rechts­po­pu­lis­ten, wel­che Wi­der­sprüche darin lie­gen und mit wel­chen po­li­ti­schen Maß­nah­men man sie für die De­mo­kra­tie zu­rück­ge­win­nen könn­te. Dar­über hin­aus zeigt er kon­kret, wie ein Po­li­tik­wech­sel aus­se­hen muss, der die De­mo­kra­tie stärkt und unser Land in eine so­zia­le und ö­ko­lo­gi­sche Zu­kunft führt.

Ter­min: Diens­tag, 8. Juni 2021, 18:30 bis 20:00 Uhr

Im Rah­men der Reihe „Stadt ma­chen!“. „Stadt ma­chen!“ ist eine Ko­ope­ra­ti­ons­rei­he von »Das W – Zen­trum für ur­ba­nes Zu­sam­men­le­ben«, »la­bo­ra­to­ri­um« und »EUROPE DIRECT Duis­burg«.

BÜRGERDIALOG, BÜRGERVERSAMMLUNG UND PER LOS ZUSAMMENGESETZTE BÜRGERRÄTE ALS NEUE FORMEN VON BÜRGERBETEILIGUNG

Die Deutsch­spra­chi­ge Ge­mein­schaft in Bel­gi­en wagt etwas Neues: Ganz „nor­ma­le“ Bür­ger*in­nen be­stim­men und ge­stal­ten dort nun, zu­sam­men mit dem Par­la­ment, die Ge­set­ze. Das Par­la­ment der Deutsch­spra­chi­gen Ge­mein­schaft in Ost­bel­gi­en hat einen „Bür­ger­rat“ in­iti­iert, der nun neben das re­gu­lä­re Par­la­ment tritt und eine ver­bind­li­che Rolle in der Po­li­tik der Re­gi­on über­nimmt. Der Bür­ger­rat, be­ste­hend aus en­ga­gier­ten Bür­ger*in­nen, wird zu einer Art zwei­ten Kam­mer. Vie­ler­orts in Eu­ro­pa ist Ähn­li­ches aus­pro­biert wor­den. Aber noch nie wurde dar­aus eine feste, auf Dauer ein­ge­rich­te­te In­sti­tu­ti­on wie der „Bür­ger­dia­log“ in Ost­bel­gi­en. Eine po­li­ti­sche Pre­mie­re - und ein Ex­pe­ri­ment. Ost­bel­gi­en eig­net sich als Labor. Die Grenz­re­gi­on ist im Ver­hält­nis zur Wal­lo­nie und zu Flan­dern zwar klein, um­fasst nur 77.000 Deutsch spre­chen­de Bel­gier*in­nen. Aber sie hat weit­ge­hen­de Au­to­no­mierech­te, darf – ähn­lich wie ein deut­sches Bun­des­land – von Bil­dung über Kul­tur und So­zia­les über vie­les selbst ent­schei­den.

Die ur­sprüng­lich ge­plan­te Ex­kur­si­on nach Eupen, der Haupt­stadt der Deutsch­spra­chi­gen Ge­mein­schaft Bel­giens, ist lei­der co­ro­na­be­dingt nicht mög­lich. Al­ter­na­tiv gibt es aber ein On­li­ne An­ge­bot mit Anna Stu­ers, der Stän­di­gen Se­kre­tä­rin des Per­ma­nen­ten Bür­ger­dia­logs in Ost­bel­gi­en.

Ter­min: Sams­tag, 19. Juni 2021, 13:00 bis 14:30 Uhr

STADT MACHEN? HERAUSFORDERUNGEN DER ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG

Dass Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Ge­schi­cke ihrer Stadt durch ei­ge­nes Han­deln we­sent­lich prä­gen, ist nicht nur eine alte Idee. Es gab und gibt dafür durch­aus auch Bei­spie­le in der Pra­xis. Al­ler­dings trennt die heu­ti­ge Wirk­lich­keit der »Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung« eine große Kluft vom weit­rei­chen­den Kon­zept der »Bür­ger­stadt«. Der­zeit scheint es viel­fach nur noch um die Teil­ha­be an der Mei­nungs­bil­dung zu kom­mu­na­len Pla­nungs­pro­zes­sen zu gehen. Aber nicht nur wegen die­ser Ver­kür­zung einer alten Idee ist die heu­ti­ge Pra­xis zu kri­ti­sie­ren. Sie bleibt auch oft hin­ter selbst ge­setz­ten An­sprü­chen zu­rück. Das lässt an der viel­fach zu hö­ren­den For­de­rung „Je mehr Be­tei­li­gung, desto bes­ser“ zwei­feln. Nimmt man etwa die in­halt­li­che Sub­stanz von Be­tei­li­gungs­pro­zes­sen als Grad­mes­ser für deren Glaub­wür­dig­keit, dann ist es damit oft nicht weit her. Um dies zu än­dern, wäre u.a. die klare Be­nen­nung von Ge­stal­tungs­spiel­räu­men, die of­fe­ne Aus­hand­lung von wi­der­strei­ten­den In­ter­es­sen, die Ver­mei­dung von zu star­ken Ve­rein­fa­chun­gen bei kom­ple­xen Fra­ge­stel­lun­gen etc. und die be­harr­li­che Ar­beit an der Her­aus­bil­dung einer kom­mu­ni­ka­ti­ven Kul­tur vor Ort von­nö­ten. So könn­te das Ver­ständ­nis von Stadt­ent­wick­lung als Ge­mein­schafts­auf­ga­be wie­der ge­stärkt wer­den.

Re­fe­rent: Prof. Dr. Klaus Selle ist Stadt­pla­ner und Stadt­for­scher und be­glei­tet Stadt­ent­wick­lungs­pro­zes­se mit der Netz­werkStadt – For­schung. Be­ra­tung. Kom­mu­ni­ka­ti­on GmbH in Schwer­te.

Ter­min: Diens­tag, 22. Juni 2021, 18:30 bis 20:00 Uhr

Ort: Das W – Zen­trum für ur­ba­nes Zu­sam­men­le­ben, Neuer Wall 2, 47441 Moers

Vor­be­halt: Je nach der ak­tu­el­len Schutz­ver­ord­nung NRW kön­nen Teil­nah­me­be­schrän­kun­gen gel­ten oder die Ver­an­stal­tung fin­det in einem On­li­ne For­mat statt. In jedem Fall ist eine vor­he­ri­ge An­mel­dung er­for­der­lich.

An­mel­dun­gen: per Mail (kda@kir­che-duis­burg.de) oder te­le­fo­nisch (0179 / 7587289)

Hin­wei­se zum Da­ten­schutz fin­den Sie auf un­se­rer In­ter­netsei­te: https://www.ev-la­bo­ra­to­ri­um.de/da­ten­schut­zer­klae­rung/

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