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Duisburg, 08.10.2020

Landwirte haben Landschafts- und Naturschutz fest im Blick

(© ur)

Die Ver­an­stal­tung Land­wirt­schaft und Na­tur­schutz – Wi­der­spruch oder Chan­ce run­de­te die „The­men­rei­he Land­wirt­schaft im Ge­spräch“ ab. Nicht nur Land­wir­te in­for­mier­ten sich in den vier In­for­ma­ti­ons- und Ge­sprächs­aben­den in Dre­ven­ack.

Hel­mut Jop­pi­en, Pfar­rer der Kir­chen­ge­mein­de Dre­ven­ack und Vor­sit­zen­der des KDA Wesel, mo­de­rier­te die Reihe mit den The­men: Sind Kühe Kli­ma­kil­ler, Dün­ge­mit­tel­ver­ord­nung und Was­ser­recht im Kreis Wesel, Vi­sio­nen für eine zu­kunfts­fä­hi­ge Land­wirt­schaft sowie Land­wirt­schaft und Na­tur­schutz. Es zeig­te sich deut­lich, dass die nie­der­rhei­ni­schen Land­wir­te auf einem hohem Ni­veau ar­bei­ten und Natur- sowie Land­schafts­schutz fest im Blick haben.

Land­wirt­schaft und Na­tur­schutz – Wi­der­spruch oder Chan­ce

Hart­mut Horst­mann re­fe­rier­te zum Thema. Er lei­tet den Fach­dienst Na­tur­schutz, Land­wirt­schaft, Jagd und Fi­sche­rei des Krei­ses Wesel.

Horst­mann, selbst Land­wirt im Ne­ben­er­werb, stell­te zahl­rei­che Na­tur­schutz­pro­jek­te der Nie­der­rhei­ni­schen Land­wirt­schaft vor. Bei­spiels­wei­se die Schaf­fung von Acker­rand­strei­fen und Ge­wäs­ser­rand­strei­fen. Sie bie­ten ge­schütz­te Räume für die Ent­wick­lung von Grä­sern und Pflan­zen, die meist in Kom­bi­na­ti­on mit He­cken einen na­tür­li­chen Le­bens­raum für die Po­pu­la­ti­on hei­mi­scher Vo­gel­ar­ten und In­sek­ten bie­ten.

Auch wür­den Brut­plät­ze auf land­wirt­schaft­lich ge­nutz­ten Flä­chen bei der Be­ar­bei­tung der Äcker mög­lichst um­fah­ren und die Ge­le­ge somit ge­schützt.

Der be­son­ne­ne Ein­satz von Dün­ge­mit­teln und Pes­ti­zi­den steht ganz oben auf der Agen­da der Land­wir­te. Zur Er­zeu­gung ge­sun­der und wert­vol­ler Le­bens­mit­tel sowie dem Schutz der Ar­ten­viel­falt und der Natur.

Dar­über hin­aus stell­te Horst­mann wei­te­re Bei­spie­le für den ak­ti­ven Na­tur­schutz, teils ge­för­dert durch den Ver­trags­na­tur­schutz mit dem Kreis Wesel oder dem Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um Nord­rhein-West­fa­lens, vor.

Sorge be­rei­tet der nie­der­rhei­ni­schen Land­wirt­schaft der fort­schrei­ten­de Flä­chen­ver­brauch durch Kie­s­in­dus­trie, Wohn­be­bau­ungs­maß­nah­men oder Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­pro­jek­te. Sie las­sen die land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen stark schrump­fen.

Fazit am Ende der The­men­rei­he: Die Land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­be am Nie­der­rhein leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Da­seins­vor­sor­ge, er­zeu­gen hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te in ihren Be­trie­ben, brin­gen sich aktiv in Na­tur­schutz­pro­jek­te ein und tra­gen zur um­welt­ge­rech­ten Ent­wick­lung un­se­res Le­bens­raums bei.

Grund­sätz­lich sei der Natur- und Land­schafts­schutz eine ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Ein Mo­ni­to­ring wäre hilf­reich, um das Er­reich­te zu schüt­zen, zu wah­ren und wei­ter zu ent­wi­ckeln.

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