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Duisburg, 07.09.2010

KDA zur Aushöhlung des Sonntagsschutzes

Der Sonn­tag ver­kör­pert die Frei­heit des Men­schen von einer öko­no­misch ori­en­tier­ten Le­bens­wei­se.

Die Aus­höh­lung des Sonn­tags­schut­zes ist keine Er­fin­dung un­se­rer Zeit. Schon unter Bis­marck im 19. Jahr­hun­dert wurde die Frei­ga­be des Sonn­tags für die Pro­duk­ti­on ve­he­ment ge­for­dert – aus glo­ba­len Wett­be­werbs­grün­den! Neu ist al­len­falls die Über­tra­gung der Rund-um-die-Uhr Öko­no­mie auf Han­del und Dienst­leis­tung. Und ob­wohl die Kauf­mann­schaft und auch Po­li­ti­ker in die­ser Frage ge­spal­ten sind, ma­chen (fast) alle mit – aus Wett­be­werbs­grün­den, ver­steht sich.

Es wird Zeit, diese un­säg­li­che Ent­wick­lung zu stop­pen. Der Sonn­tag ver­kör­pert die Frei­heit des Men­schen von einer öko­no­misch ori­en­tier­ten Le­bens­wei­se. Die Idee, dass an einem Tag der Woche die Öko­no­mie eine Be­gren­zung er­fährt und der Ein­zel­ne wie die Ge­sell­schaft zu sich selbst kom­men soll, ist ein Ge­schenk des Ju­den­tums an die ganze Mensch­heit. Der Sonn­tag ist – so for­mu­liert die „Al­li­anz für den frei­en Sonn­tag“, einem Bünd­nis aus Kir­chen und Ge­werk­schaft – „als Tag der Ruhe, der Ge­mein­schaft, der Be­frei­ung von Sach­zwän­gen, Fremd­be­stim­mung und Zeit­druck un­ver­zicht­bar. An die­sem Tag steht ein­mal nicht im Vor­der­grund, was ein Mensch leis­tet. Viel­mehr geht es um das, was jeder zu einem Leben für sich und in der Ge­mein­schaft mit an­de­ren be­nö­tigt.“ Die­ser so­zia­len und kul­tu­rel­len Zweck­be­stim­mung mehr Gel­tung zu ver­schaf­fen, ist ei­ner­seits Auf­ga­be des Ge­setz­ge­bers, an­de­rer­seits eine Her­aus­for­de­rung für uns alle und ins­be­son­de­re ein Auf­trag an die Kir­chen.

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